Konsensuelle Nicht-Monogamie

Konsensuelle Nicht-Monogamie

Trotz der hohen Scheidungs- sowie Untreuenrate ist die monogame Paarbeziehung noch weitgehend das romantische Ideal und vorherrschendes Beziehungsmodell in unserer Gesellschaft. Gleichzeitig wächst die konsensuelle Nicht-Monogamie als mögliches Liebes- und Beziehungsmodell in den Köpfen der Menschen und die Monogamie wird zunehmend hinterfragt. KNM bezeichnet Beziehungsformen, bei denen mehrere romantische oder sexuelle Beziehungen gleichzeitig geführt werden, wobei alle Beteiligten ausdrücklich zustimmen und die Vereinbarungen transparent sind. Ein wesentliches Merkmal dieser Beziehungsform ist die Einhaltung von gegenseitigem Einverständnis, Respekt und Kommunikation. Darunter zählen unter anderem Nicht-hierarchische und Hierarchische Polyamorie, offene Beziehung sowie Beziehungsanarchie.

„KNM hat zweifelsohne einen kulturellen Durchbruch und das wird kein vorübergehender Trend sein. Im Unterschied zum Fremdgehen, bei dem sexuelle oder romantische Beziehungen mit mehr als einer Person in betrügerischer Absicht eingegangen werden, ist die konsensuelle Nicht-Monogamie ein Oberbegriff für die Praxis, gleichzeitig mehrere Sexual- oder Liebespartner*innen zu haben, wobei sich alle Beteiligten der Beziehungsstruktur bewusst sind und ihr zustimmen. Menschen, die KNM praktizieren, legen Wert auf Transparenz, Zustimmung, offene und ehrliche Kommunikation, persönliche Verantwortung, Autonomie, Empathie, Sex-Positivität und Freiheit für sich und andere. Darüber hinaus vertreten Menschen, die KNM praktizieren, typischerweise die folgenden Ideen und Prinzipien: Liebe ist nicht besitzergreifend oder eine endliche Ressource; es ist normal, sich zu mehr als einer Person gleichzeitig hingezogen zu fühlen; es gibt mehrere Möglichkeiten, Liebe sowie sexuelle und intime Beziehungen zu erleben; Eifersucht ist nicht etwas, das wir vermeiden oder befürchten müssen, sondern etwas, das sich auflösen und bewältigen lässt.“
Aus: polysecure – Bindung, Trauma und konsensuelle Nicht-Monogamie; Fern, Jessica; S. 127-128, 2. Auflage 2023

Wenn Sie sich fragen, ob eine „offene oder polyamore Beziehungstruktur“ zu Ihnen passt, Sie sich ggf. bereits auf den Weg gemacht haben, Ihrer Beziehung eine neue Ausrichtung zu geben oder Sie sich als nicht-monogame Menschen bezeichnen, aber immer wieder auf dieselben Herausforderungen stoßen, begleite ich Sie gerne auf Ihrem Weg zu mehr Klarheit und Sicherheit. Mehrpersonengespräche sind genauso möglich wie Einzel- und Paarsettings.

Praxisanschrift

Leyla Demirkaya
Praxis für systemische Paar- und Sexualberatung

Helmstedter Straße 34
38102 Braunschweig

Kontakt

Tel: +49 176 279 839 94

E-mail: demirkaya.beratung@gmail.com

Informationen

Termine nach Vereinbarung.
Ich führe meine Tätigkeit in der Coaching-Praxis MOOD + MIND bei Henrike Richter aus.

© 2026 Leyla Demirkaya